Venusfliegenfalle

Standort

Die Venusfliegenfalle ist ein typischer Sonnenanbeter und öffnet nur unter praller Sonneneinstrahlung die faszinierenden roten Fallen. Hobbygärtner, die ihr ein Klima bieten, wie die Karnivore es von ihrer Heimat her gewohnt ist, werden mit einer üppig wachsenden Pflanze belohnt.

  • Vollsonnige Lage mit möglichst vielen Sonnenstunden.
  • Extreme Temperaturschwankungen werden nicht toleriert.
  • Vor kalter Zugluft ist die Venusfliegenfalle zu schützen.
  • Luftfeuchtigkeit zwischen 40 % und 55 %.
  • Im Halbschatten oder Schatten bleiben die Fallen grün und öffnen sich nicht.
  • Nährstoffarmes, kalkfreies Substrat mit hoher Durchlässigkeit.
  • Alternativ spezielle Karnivoren-Erde aus dem Fachhandel.

Gießen

In den Mooren von North und South Carolina gedeiht die Venusfliegenfalle in einer dauerfeuchten, sumpfigen und sauren Umgebung, womit die Vorgaben für die Kultivierung klar definiert sind:

  • Substrat permanent leicht feucht halten.
  • Zwischen den Wassergaben leicht antrocknen lassen.
  • Nicht austrocknen lassen, aber auch nicht vollständig durchnässen.
  • Kalkarmes Regenwasser ist das perfekte Gießwasser.
  • Wasser aus der Leitung ist ungeeignet für Karnivoren.

Nicht immer hat der Hobbygärtner die Möglichkeit, Regenwasser in geeigneter Form für seine Venusfliegenfalle zu sammeln. Destilliertes Wasser wird in verschiedenen Foren zwar als Alternative genannt, wobei allerdings übersehen wird, dass dieser Form von Wasser jegliche Nährstoffe fehlen. Daher ist es ratsam, in Ermangelung von Regenwasser zu stillem Mineralwasser in Zimmertemperatur zu greifen

Luftfeuchtigkeit

Kluge Wissenschaftler informieren den Hobbygärtner darüber, dass die ideale relative Luftfeuchtigkeit für eine gesunde Venusfliegenfalle bei mindestens 40 %, idealerweise bei 55 % liegen sollte. So weit, so gut. Doch was bedeutet diese Vorgabe für die Praxis?

Luftfeuchtigkeit wird definiert als der Anteil des Wasserdampfs an der Raumluft oder der Außenluft. An einem Regentag kann die relative Luftfeuchtigkeit im Freien schon einmal 100 % betragen. Wird die Luft jedoch erwärmt, z. B. durch die Heizung im Zimmer, steigt zwar die Temperatur, wohingegen die Luftfeuchtigkeit sinkt. Für das menschliche Wohlbefinden wird eine durchschnittliche Luftfeuchtigkeit von ca. 50 % bei normaler Zimmertemperatur empfohlen. Das bedeutet, dass es der Venusfliegenfalle im Frühling und Sommer an solchen Orten gut geht, die auch der menschlichen Gesundheit zuträglich sind. Mit einem Hydrometer lässt sich der Wert der aktuellen Luftfeuchtigkeit ganz einfach messen. Digitale Geräte mittlerer Qualität für den privaten Gebrauch sind schon für ca. 10 Euro erhältlich. Zeigt das Messgerät einen zu geringen Wert an, sorgen folgende

Vermehren

Von ihrer natürlichen Anlage her, vermehrt sich die Venusfliegenfalle ohne menschliches Zutun, vorausgesetzt, sie verfügt über ausreichend Platz. Gartenfreunden, denen das nicht reicht, vermehren die fleischfressende Pflanze über Blattstecklinge oder Teilung.

Blattstecklinge

  • Ein Blatt dicht an der Basis mit einem Stück des Rhizoms abbrechen.
  • Einen Topf mit nährstoffarmer Anzuchterde füllen, z. B. ein Torf-Sand-Gemisch.
  • Bis zur Bewurzelung Steckling und Substrat leicht mit Regenwasser benetzen.
  • Ist der Topf vollständig durchwurzelt, wird die junge Pflanze umgetopft in normales Substrat.

Teilung

  • Nach der Winterruhe mit einem scharfen Messer in mehrere Teile zerschneiden.
  • Jedes Teilstück verfügt über ein Rhizom, Wurzeln und Blätter.
  • Die neuen Pflanzen werden in getrennte Töpfe eingepflanzt.
  • Gepflegt werden sie wie erwachsene Venusfliegenfallen.